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26.02.2015: Neuer Blutzucker-Scanner

Bisher war Blutzuckermessen eine blutige, unangenehme Angelegenheit. In Zukunft dürfte Diabetikern das lästige Pieksen erspart bleiben. Die Firma Abbot stellt mit FreeStyle libre den ersten Blutzuckerscanner vor, der ohne Blutproben auskommt und lückenlose Ergebnisse liefert. Das High-Tech-Gerät eignet sich vor allem für Patienten mit einer intensivierten Insulintherapie. Mitte 2015 übernimmt die DAK für bestimmte Anzahl an Diabetes-Patienten die Messkosten. Blutzucker-Scanner erspart Diabetikern das lästige Pieksen Er ist nicht größer als ein Zwei-Eurostück und erspart Diabetikern lästiges Blutvergießen – der neue Blutzuckersensor. An den Oberarm angebracht erfasst er über einen Messfaden die Blutzuckerkonzentration in der Zwischenzellflüssigkeit des Unterhautgewebes. Die Messergebnisse „scannt“ das dazugehörige Lesegerät innerhalb einer Sekunde ab. Der Sensor übersteht eine halbe Stunde Baden oder Duschen, ist jedoch alle zwei Wochen auszutauschen. Lückenlose Messergebnisse Im Gegensatz zur klassischen Messmethode erfasst der Blutzucker-Scanner nicht nur eine Momentaufnahme. Mit jedem Scan liefert er neben dem aktuellen Blutzuckerwert ein Diagramm, das den Verlauf der Blutzuckerkurve der letzten acht Stunden wiedergibt. Zusätzlich sagt ein Trendpfeil den weiteren Verlauf der Kurve voraus. Auf diese Weise erhalten Patienten mehr Informationen bei geringerem Aufwand. Besonders geeignet für die intensivierte Insulintherapie Vom Blutzucker-Scanner profitieren vor allem Diabetiker mit einer intensivierten Insulintherapie. Diese berechnen ihre Insulindosis je nach aktuellem Blutzuckerspiegel und der Zusammensetzung ihrer Mahlzeiten. Dafür benötigen sie so viele Messwerte, dass ihre Fingerspitzen von den häufigen Blutentnahmen oft schon taub geworden sind. Für diesen Patientenkreis übernimmt die DAK ab Mitte 2015 erstmals die Kosten für Messgerät und Sensor. Wenn die Firma Abbot ihre Produktionszahlen erhöht, wird das Projekt eventuell auch auf andere Diabetikergruppen ausgeweitet.

25.02.2015: Rezepturen aus der Apotheke

Individuell hergestellte Arzneimittel aus der Apotheke haben eine lange Tradition in der Apotheke. Diese so genannten Rezepturen durchlaufen von der Vorbereitungsphase bis zur Fertigstellung verschiedene, schriftlich dokumentierte  Prüfungsphasen. Ausführliche Etiketten und ein sorgfältiges Beratungsgespräch bei der Abgabe sorgen dafür, dass auch zu Hause keine Fragen offen bleiben. Dr. Volker Schmitt, Pressesprecher der Apotheker in Bayern, erklärt die Vorteile der Rezepturen: Vor allem für die Kinderheilkunde unersetzlich Jeder Patient ist anders. Dies gilt vor allem für die jüngsten Kunden in der Apotheke. Kinder haben ein niedriges Körpergewicht, ihre Haut ist dünner und aufnahmefähiger. Auch die Organe sind je nach Alter noch nicht vollständig ausgereift. Aus diesem Grund eignet sich nicht jedes industriell gefertigte Arzneimittel für Kinder. „Wir Apotheker können Rezepturen anfertigen, bei denen die Hilfsstoffe und die Dosierung auf das Kind abgestimmt sind,“, erklärt Dr. Volker Schmidt. Beispielsweise entstehen in der Apotheke aus Herztabletten für Erwachsene Kapseln in einer individuellen, kindgerechten Stärke. „Rezepturen sind auch heute noch unersetzlich, denn sie ergänzen das Sortiment der industriell hergestellten Präparate,“, so Dr. Schmidt. Interne und externe Prüfungen sichern die Produktqualität Bis zu ihrer Fertigstellung durchlaufen Rezepturen mindestens drei verschiedene, schriftlich dokumentierte Prüfungsstufen. Dies beginnt bereits bei den einzelnen Rezepturbestandteilen. Sie  werden nach ihrem Eintreffen in der Apotheke mehreren chemischen und physikalischen Prüfungen unterzogen. Die Rezeptur selbst untersucht der Apotheker noch vor der Herstellung auf Plausibilität. Das bedeutet, er überzeugt sich, ob alle Bestandteile unschädlich sind, richtig dosiert vorliegen und sich nicht gegenseitig in ihrer Wirkung beeinträchtigen. Bei Bedarf fügt er zusätzlich Hilfsstoffe ein, um die Stabilität der Rezeptur zu gewährleisten. Zeigen sich Unstimmigkeiten, berät er sich mit dem verschreibenden Arzt. In einem Herstellungsprotokoll  dokumentiert das Apothekenpersonal sämtliche Abwaagen, Fertigungsschritte, das zugrundeliegende Rezept sowie Name des Patienten und des verschreibenden Arztes. Während der Herstellung und vor der Abgabe überprüft der Apotheker die Qualität der Rezeptur und vermerkt die Ergebnisse im Protokoll. Zusätzlich haben die Apotheken die Möglichkeit, ihr Können bei externen Test, so genannten Ringversuchen, unter Beweis stellen. Umfassende Beratung und ausführliche Etiketten sorgen für eine sichere Anwendung Nach der Herstellung erhält das Medikament eine sachgerechte Verpackung und praktische Hilfsmittel wie kindersichere Verschlüsse, Dosierspritzen oder Sprühaufsätze. In einem abschließenden Beratungsgespräch erfährt der Patient wie die Rezeptur zu lagern, zu handhaben, zu dosieren und zu entsorgen ist. Sämtliche Informationen findet er auch auf dem Etikett, dem er bei Rückfragen die Telefonnummer der Apotheke entnehmen kann. Anhand der Inhaltsangabe auf dem Etikett lassen sich sogar aufgebrauchte, nicht verschreibungspflichtige Rezepturen in der Apotheke nachbestellen.

24.02.2015: Schmerzen bei Arthrose

Es ziept, es piekst oder ein stechender Schmerz macht sich breit: Gelenkschmerzen sind das Leitsymptom von Arthrose, einem fortschreitenden und schmerzhaften Gelenkverschleiß. Bei vielen Betroffenen verstärkt kaltes, feuchtes Winterwetter die Beschwerden. Doch einfach im warmen Zimmer zu bleiben ist die falsche Strategie, weiß Dr. Ursula Marschall. Gelenke mollig einpacken Besonders in der kalten Jahreszeit verstärken sich bei vielen Arthrose-Patienten ihre Gelenkschmerzen. Die Kälte scheint ihnen förmlich in die Knochen zu kriechen. „Die genauen Ursachen sind medizinisch noch nicht geklärt, aber die Kombination aus fallenden Temperaturen, sinkendem Luftdruck und geringer Luftfeuchtigkeit trägt dazu bei, dass die Arthroseschmerzen verstärkt werden", erklärt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der Barmer GEK. Betroffene sollten die schmerzenden Gelenke im Winter besonders gut einpacken. So sorgen etwa Knie-, Ellenbogen- oder Schulterschoner aus speziellen Funktionstextilien für wohlige Wärme. Nach einem Aufenthalt in der Kälte sorgt ein heißes Bad für Wohlbefinden. Bewegung muss sein Viele Betroffene bleiben so oft wie möglich im Warmen. Bewegungsmangel ist die Folge. Dann entsteht schnell ein Teufelskreis: Denn je weniger sich Arthrose-Patienten bewegen, desto mehr versteifen sich ihre Gelenke, sodass die Schmerzen zunehmen. Marschall empfiehlt: „Auch wenn es Überwindung kostet, sollten Patientinnen und Patienten in dieser Jahreszeit auf moderate Bewegung setzen. In welcher Form, das hängt sowohl von der Ausprägung der Krankheit als auch von der individuellen Fitness ab. Ein täglicher Spaziergang sollte jedoch für fast jeden möglich sein." Bei fortgeschrittener Arthrose macht eine Gehhilfe das Laufen bei Eis und Schnee sicherer. Außerdem entlasten Gehhilfen die Gelenke, weil sie einen Teil des Gewichts tragen. Wer sich mehr als einen Spaziergang zutraut, sollte eine Sportart mit einem fließenden Bewegungsablauf wählen, bei der die Gelenke wenig belastet werden. Gut geeignet sind zum Beispiel Fahrradfahren, Schwimmen, Skilanglauf oder Walken.

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