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16.04.2014: „Meine Reha – Mein Leben.“

Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED) will auf die Bedeutung der Reha in Deutschland aufmerksam machen. Dazu startet sie die Kampagne „Meine Reha – Mein Leben.“ Die Forderungen: Keine Einschränkungen des Leistungsangebotes und weniger Kostendruck in der Reha. Mit Reha zurück ins Leben Basis der Kampagne  ist die Mobilisation möglichst vieler Menschen, denen Rehabilitation (Reha) zurück ins Leben geholfen hat oder die in der Reha tätig sind. „Meine Reha – mein Leben ist die Kampagne der Rehabilitanden und der Menschen, die in der Reha arbeiten“, erklärt Prof. Bernd Petri, Vorstandsvorsitzender der DEGEMED. „Sie wollen gemeinsam zeigen: Reha bringt Menschen zurück ins Leben.“ Bislang, so Petri, ist die Reha viel zu defensiv gewesen. „Ohne Rehabilitation wäre unser Gesundheitssystem weniger leistungsfähig und die Versorgung wesentlich schlechter. Deshalb dürfen wir nicht zulassen, dass aus Reha immer weniger wird.“ Drei Forderungen Die Forderungen der Kampagne lauten: Einfacherer Zugang zur Rehabilitation, Erhalt der Reha als Komplexleistung und bedarfsgerechte Finanzierung. Hier sieht die DEGEMED akuten Handlungsbedarf der Politik. Noch immer ist der Zugang zu Reha-Leistungen für Patienten durch intransparente Strukturen und bürokratische Hürden erschwert, beklagt die Fachgesellschaft. Hinzu kommt nach Meinung der Experten, dass viele Patienten mit Einzelmaßnahmen abgespeist würden, die nicht zum gewünschten Erfolg führen und dass immer mehr Kliniken und ambulante Reha-Zentren unter Kostendruck und Personalmangel leiden. „Der demografische Wandel, steigende Lebensarbeitszeit und chronische Erkrankungen erfordern gerade jetzt eine engagierte Investition in den Ausbau der Reha“, betont Petri. „Das Sparen an der Reha ist daher grundfalsch und muss aufhören.“ Jeder kann mitmachen Die Forderungen der Initiatoren sollen im Verlauf der Kampagne in Etappen kommuniziert und von Aktionen in Reha-Einrichtungen begleitet werden. Tragende Akteure sind die Mitglieder der DEGEMED, Reha-Kliniken und Reha-Einrichtungen in Deutschland sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Reha. „Alle können mitmachen und sich mit ihrem Bild, ihrer Aktion oder ihrem Statement beteiligen“, erläutert DEGEMED-Geschäftsführer Christof Lawall. „Jede Stimme, jedes Statement zählt, damit Reha und ihre Bedeutung der Öffentlichkeit bewusst gemacht wird.“ Plattforum Internet Wichtigste Instrumente der Kampagne sind die Website www.meinereha-meinleben.de sowie die Nutzung der sozialen Netzwerke, über die zahlreiche Aktionen stattfinden werden. Es wird Unterschriftenlisten geben, Unterstützer können Postkarten mit den Kampagnenforderungen verschicken, sowie Fotos aus ihrer eigenen Reha-Maßnahme posten. Ein Fotowettbewerb über Instragram sowie weitere kreative Aktionen in den sozialen Netzwerken sollen der Kampagne zu großer Verbreitung verhelfen.

15.04.2014: Gesundheit in Schulen fördern

Leistungsstress, Burnout, Kopfschmerzen oder Mobbing: Nach einer DAK-Langzeitstudie leiden bundesweit zahlreiche Schüler und Lehrkräfte unter körperlichen und psychischen Gesundheitsproblemen. Eine gezielte Gesundheitsförderung kann die Situation spürbar verbessern. Das zeigt der Abschlussbericht der Initiative „Gemeinsam gesunde Schule entwickeln“, die die Leuphana Universität Lüneburg im Auftrag der DAK-Gesundheit durchführte. Mehrheit der Schulen sind „Risikoschulen“ Am Projekt „Gemeinsam gesunde Schule entwickeln“ hatten in den Jahren 2007 bis 2013 30 Schulen aus sieben Bundesländern teilgenommen. Die Forscher befragten über 1200 Lehrkräfte, 6000 Schüler und 3600 Eltern zu Arbeits- und Lernbedingungen, zum Schulklima, zu Belastungen und Gesundheitsbeschwerden. Das Fazit: 60 Prozent der teilnehmenden Einrichtungen ließen sich in Sachen Gesundheit als „Risikoschulen“ und nur 7,4 Prozent als „gute gesunde Schulen“ einstufen. „Gute gesunde Schulen“ bieten eine Lern- und Arbeitsumgebung für Schüler und Lehrkräfte, die Gesundheit und Wohlbefinden sowie Leistung und Bildungserfolge fördert. Die Befragungen zeigten: Fast jeder dritte Schüler klagte über Kopfschmerzen, Schlafprobleme, Gereiztheit oder Niedergeschlagenheit. Jeder fünfte Schüler saß täglich mindestens sechs Stunden am Computer oder Fernseher. Die intensive Nutzung der Medien war häufig mit Schulproblemen verbunden. 20 Prozent der Lehrkräfte dachten aufgrund von Gesundheitsproblemen an eine Frühpensionierung. Individuelle Lösungen für mehr Gesundheit suchen Durch eine gezielte dreijährige Förderung und Verbesserungen im Lern- und Arbeitsumfeld konnten die meisten teilnehmenden Schulen ihre „Gesundheitsbilanz“ deutlich steigern. „Knapp 70 Prozent der teilnehmenden Einrichtungen verbesserten sich deutlich in Richtung gesunde Schule“, erläutert Prof. Dr. Lutz Schumacher, einer der Projektleiter der Leuphana Universität Lüneburg. Für den Erfolg der Initiative war auschlaggebend, dass jede Schule maßgeschneiderte Lösungen entwickelte. Eine Schule führte zum Beispiel thematische Schülergesundheitstage durch, um den Schülern spielerisch Wissen zu gesunder Ernährung zu vermitteln. Eine andere Schule richtete einen Bewegungsraum zum Toben ein oder bot Trainings zur Stressbewältigung für Lehrkräfte an. Sechs Erfolgsfaktoren Die Forscher identifizierten sechs Erfolgsfaktoren für die Entwicklung „gesunder Schulen“:
  1. Veränderungsbereite Lehrer
  2. Hoher Stellenwert des Projekts und Anerkennung für Aktive
  3. Transparenz und breite Beteiligung von Lehrkräften und Schülern
  4. Individuelle Beratung je nach Schultyp
  5. Fortbildungen zum Projektmanagement und zur Steuerung von schulischen Entwicklungsprozessen (Change Management)
  6. Professionelle externe Begleitung  bei der Entwicklung von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung 

14.04.2014: Vom Sportler zum Patienten

Fitness-Fans haben meist ein Ziel: Mehr Muskelmasse und mehr Kraft in möglichst kurzer Zeit. Einige greifen dafür zu anabolen Steroiden, kurz: Anabolika. Langfristig gesehen bergen die Dopingmittel aber erhebliche Risiken, warnt Dr. Ursula Marschall. Mehr Arbeit für die Nieren Anabolika sind künstliche Stoffe, die den Muskelaufbau fördern, indem sie den Körper dazu anregen, mehr  Eiweiß herzustellen. Bei der Eiweißherstellung fallen Abbauprodukte an, welche die Nieren ausfiltern und über den Urin ausscheiden. Eine stark erhöhte Eiweißherstellung bringt die Nieren deshalb schnell an ihre Grenzen. „Bei schnellem und starkem Muskelaufbau müssen die Nieren, die sonst durchschnittlich circa 170 Liter pro Tag waschen, diese Filtrationsrate deutlich erhöhen. So können sie überfordert und geschädigt werden – bis zum Kollaps, dem Nierenversagen“, warnt Dr. Ursula Marschall, Leitende Medizinerin bei der Barmer GEK. Pumpen bis der Arzt kommt Setzt der Sportler die Anabolika rechtzeitig ab, könnten sich die Nieren erholen. „Oft sind die Nieren bei langem Anabolika-Einsatz aber irreversibel geschädigt und der ehemals fitte Sportler wird so zum Dialysepatienten“, macht Marschall den Ernst der Lage klar. Anabolika schädigen darüber hinaus auch andere Organe wie Leber, Schilddrüse und Magen. Zudem erhöhen sie das  Herzinfarktrisiko, da sie die Blutfettwerte erhöhen und dadurch eine Arterienverkalkung fördern. Nicht zuletzt verrät das Äußere den Dopingsünder. Unreine Haut, Haarausfall oder eine erhöhte Schweißproduktion sind mögliche Nebenwirkungen. Hormone aus dem Gleichgewicht Anabolika ähneln in ihrer Wirkung und chemischen Struktur dem männlichen Sexualhormon Testosteron. Sie beeinflussen deshalb bei längerer Einnahme den Hormonhaushalt. Bei Männern leidet die Zeugungsfähigkeit und es kommt zu Brustwachstum und Hodenrückbildung, da die körpereigene Testosteronproduktion abnimmt. Frauen droht eine Vermännlichung mit Bartwuchs und tiefer werdender Stimme. Dr. Marschall betont abschließend: Für einen schönen und gesunden Körper hilft nur kontinuierliches Training, eine ausgewogene Ernährung und ein gesunder Lebensstil mit wenig Alkohol und Zigaretten.

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