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23.10.2014: Saisonwechsel für Jogger

Wird das Wetter schlechter, bleibt bei vielen Hobbysportlern die Motivation auf der Strecke. Vor allem Jogger verzichten auf das Training an der frischen Luft. Dabei hat Laufen im Herbst und Winter durchaus seine Vorteile. Sportlich durch den Herbst Eine Runde Joggen zum Wachwerden bei Sonnenaufgang oder eine Trainingseinheit nach Feierabend in der wärmenden Abendsonne – solche Momente sind für die kommenden Monate erst einmal vorbei. Denn mit Beginn der Herbst- und Wintersaison werden Läufer von anderen Witterungsverhältnissen begleitet. „Dennoch ist gerade der Herbst die beste Zeit fürs Lauftraining – sowohl für Einsteiger als auch für Profis“, meint Klaus Möhlendick, Diplom-Sportwissenschaftler bei der Barmer GEK. Denn an klaren Herbst- oder Wintertagen sind Läuferinnen und Läufer leistungsfähiger als bei heißen Temperaturen. Gleichzeitig ist Joggen eine gute Möglichkeit, dem Winterblues vorzubeugen. „Lichtmangel in der dunklen Jahreszeit kann bei manchen Menschen zu einem Stimmungstief führen. Laufen setzt jedoch Glückshormone, sogenannte Endorphine, frei. Dadurch fühlen sich Jogger ausgeglichener und zufriedener als Nicht-Läufer“, weiß Möhlendick. Saisonale Ausrüstung Der Laufexperte rät, sich in punkto Kleidung und Sicherheit den Witterungsverhältnissen anzupassen. So sollten Läufer am besten Funktionskleidung tragen, die den Schweiß von innen nach außen weiterleitet und Feuchtigkeit von außen abweist. Dabei setzt Möhlendick auf das Zwiebelprinzip. „Die Luft zwischen den einzelnen Kleidungsschichten puffert die Wärme und schützt den Körper vor dem Auskühlen. Zusätzlich sollten Jogger möglichst helle Kleidung mit Reflektoren tragen, auf besonders dunklen Strecken wie etwa auf Waldwegen zusätzlich eine Stirnlampe – ganz nach dem Motto: sehen und gesehen werden.“ Abgerundet wird das herbst- und wintertaugliche Trainingsoutfit durch Laufschuhe mit einem guten Profil. Sie minimieren die Gefahr, auf Laub auszurutschen. Gut wärmen Neben der richtigen Ausrüstung sollten Jogger laut Möhlendick auf die richtige Atemtechnik achten, um Nase und Rachen vor kalter Luft zu schützen. Möhlendick rät zur richtigen Atemtechnik: „Wer durch die Nase ein und durch den Mund ausatmet, wärmt die kalte Herbstluft für die Lunge ein wenig vor und vermeidet so Halsschmerzen oder Heiserkeit.“ Denn so kann die Luft die Schleimhäute weniger reizen.  Auch die Sehnen, Muskeln und Bänder brauchen Wärme. Denn kalte Luft macht sie fest und reißempfindlich. Um Verletzungen aus dem Weg zu gehen, sollte man die Dehnübungen nach dem Lauf ins Wohnzimmer verlegen. Zusätzlich hilft eine warme Dusche oder ein heißes Bad, feste Muskeln zu lockern.

22.10.2014: Schmerzgel richtig dosieren

Ob bei Muskelverspannungen, blauen Flecken oder einer Prellung – Schmerzsalben und -gels sind praktisch und wirkungsvoll. Doch zu dick aufgetragen droht eine Überdosierung der Wirkstoffe. Darauf weist der Deutsche Hausärtzeverband hin. Die Menge machts Damit Medikamente wirken, wie sie sollen, ist die richtige Dosis entscheidend. Zu wenig führt nicht zur gewünschten Linderung der Beschwerden, zu viel erhöht das Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen. Was dabei leicht aus den Augen gerät: Auch scheinbar harmlose Schmerzsalben und -gels sind Medikamente. Viele von ihnen enthalten Paracetamol, Ibuprofen, Acetylsalicylsäure oder Diclofenac – Wirkstoffe, die auch in Schmerztabletten enthalten sind. Diese Wirkstoffe können in die Blutbahn übergehen. Wenn Schmerzsalben großflächig und über einen längeren Zeitraum verwendet werden, sind unerwünschte Wirkungen auf einzelne Organsysteme möglich, zum Beispiel Atemwegsverengungen mit Luftnot. Weniger ist mehr Hartmut Kuske vom Deutschen Hausärtzeverband weist deshalb darauf hin: „Man darf nicht vergessen, dass Schmerzsalben ein Medikament sind und nur sparsam und lokal aufgetragen werden dürfen. Verteilen Sie maximal eine walnussgroße Menge auf der Haut, die aufgetragene Schicht sollte nicht dicker als zwei Millimeter sein. Nach acht Stunden sollten die Salbenreste abgewaschen werden“. Um die Kleidung vor Verunreinigung zu schützen, empfiehlt es sich, die eingecremte Stelle mit einem kleinen Verband zu verdecken. Dieser verhindert auch, dass die Salbe durch Reibung abgetragen wird und lange genug einziehen kann. Nach dem Auftragen Händewaschen nicht vergessen. „Sonst gelangen die Wirkstoffe auch über die Handinnenflächen in den Blutkreislauf und unerwünschte Nebenwirkungen sind möglich“ erklärt Kuske.   Bei Verletzungen tabu Wie bei allen Medikamenten gilt auch hier, die empfohlenen Hinweise im Beipackzettel zu beachten. Bei Unsicherheiten wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Für Kinder sind Schmerzsalben tabu. Schwangere oder stillende Mütter sollten vor Anwendungsbeginn Rücksprache mit ihrem Arzt halten. Viele Schmerzsalben dürfen zudem nur auf intakter Haut angewendet werden, da ihre Wirkstoffe offene Wunden, infizierte oder entzündete Haut und Schleimhäute reizen.

21.10.2014: Müde wegen Zeitumstellung

Viele Menschen dürften der bevorstehenden Zeitumstellung mit gemischten Gefühlen entgegensehen. Zwar können wir am Sonntag eine Stunde länger liegen bleiben, doch der Wechsel von Sommer- auf Winterzeit macht vielen zu schaffen. Mehrere Tage erschöpft Eine repräsentative forsa-Umfrage unter knapp 1.000 Menschen in Deutschland im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse zeigte: Vier von zehn Deutschen haben Probleme mit der Zeitumstellung – Frauen (46 Prozent) deutlich mehr als Männer (36 Prozent). Die Mehrzahl der Betroffenen braucht einige Tage, um wieder in den normalen Schlafrhythmus zu finden. Neun Prozent der Frauen und vier Prozent der Männer gaben an, unter der Zeitumstellung regelrecht zu leiden. Die meisten Betroffenen fühlen sich schlapp und müde, haben Einschlafprobleme oder Schlafstörungen. Auch Konzentrationsprobleme sind häufig, in seltenen Fällen kommt es zu depressiven Verstimmungen. Meist liegt dies an den Hormonen. Denn gerät der Schlafrhythmus aus dem Takt, wirbelt dies den Hormonhaushalt durcheinander. Dem Körper auf die Sprünge helfen Kleine Verhaltensregeln vor und nach der Zeitumstellung erleichtern dem Körper die Umstellung: Es kann sinnvoll sein, schon ein paar Tage vor der Zeitumstellung jeden Tag etwas später ins Bett zu gehen. So kann der Körper sich langsam an die neue Zeit gewöhnen. Essen Sie die ersten Tage nach der Zeitumstellung abends leichte Kost und verschieben Sie üppige Mahlzeiten auf die Mittagszeit. Trinken Sie vor dem Schlafengehen keine aufputschenden Getränke wie Kaffee. Wenn Sie Einschlafprobleme haben, empfehlen sich abends Kräutertees mit Baldrian, Hopfen, Johanniskraut und Melisse. Auch autogenes Training oder Yoga hilft dem Körper zur Ruhe zu kommen. Auf Schlafmittel sollten Sie nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt zurückgreifen. Legen Sie eine kurze Pause ein, wenn Sie tagsüber die Müdigkeit packt. „Bewegung an der frischen Luft kurbelt den Kreislauf an, aktiviert Körperzellen und stärkt so das Immunsystem. Zudem ist Sonnenlicht wichtig für die Bildung von Vitamin D, einem weiteren natürlichen Helfer gegen drohende Erkältungen“, rät Harry Konrad vom KKH-Serviceteam in Gießen.

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